Enemy down

Hey ihr Ganoven,

Heute gibt es mal wieder einen etwas anderen Beitrag für euch. Ich war diesen Sommer mit einem Kumpel, den ich schon seit der Grundschule kenne im Wald. Er war schon immer vom ländlichen begeistert, wie wir es in Wilderswil haben. Seine Eltern besitzen ein großes Grundstück nahe dem Wald und sein Vater besitzt viel Land. Er ist zudem der vorsitzende Forstwirt für unseren Wald. Mein Kumpel Luca, ist daher schon von klein auf immer mit auf die Jagd gegangen. Der Wald ist also sein zweites Zuhause. Vielleicht gerade, weil er so gegensätzlich zu mir lebt, verstehen wir uns trotzdem so gut. In der Zeit, in der ich vorm Computer saß, war er draußen und hat etwas unternommen. Luca ist einfach ein sehr netter Mensch, mit dem ich seit der Grundschule immer noch Kontakt habe.

Wir hatten lange nichts mehr zusammen unternommen, bis wir in den Sommerferien wieder etwas hin und her geschrieben hatten. Er hatte mir geschrieben, dass er frisch seinen Jagdschein absolviert hatte und er bereits ein paar mal selbstständig auf Jagd war. Luca schlug mir vor, mich mit auf die Jagd zu nehmen und ein paar Tiere zu schießen. Natürlich war ich direkt von dem Vorschlag begeistert, denn als Ego-Shooter Zocker ist man ja quasi Vollprofi im Umgang mit Waffen ;).

Eine Woche später trafen wir uns dann also. Wir redeten viel und machten uns erst Mittags auf den Weg in den Wald. Das Gewehr fühlte sich deutlich schwerer an, als angenommen. Wenn ich bedenke, wie man in einem Shooter am rumrennen ist... Funktioniert das in echt glaube ich nicht so ganz. Ich wäre froh, wenn ich überhaupt ein paar Meter damit rennen könnte. Wir setzten uns in einen Hochsitz und beobachteten eine Lichtung. Du rechnest bestimmt damit, dass wir auf der Jagd nach einem großen Tier waren. Damit liegst du aber falsch, denn ich wurde auch überrascht. Luca wollte mir eigentlich nicht verraten, auf welche Tiere wir es abgesehen hatte, bis wir angekommen waren. Wir waren auf der Jagd nach ausgewilderten Katzen. Er erklärte mir genau warum. Anfangs konnte ich das Problem nicht verstehen, aber eigentlich ist es ganz simpel. In der Schweiz werden vermehrt Katzen ausgesetzt. Die Anzahl der Katzen in den Wäldern steigt also immer mehr. Die Tiere bedrohen durch ihre unverhältnismäßige Population die Artenvielfalt.

Eine halbe Stunde später war es dann so weit. Enemy spotted. Ein paar Sekunden vergingen und es gab einen lauten Knall. Enemy down, würde ich sagen. Er hatte das Tier gut getroffen und wir machten uns zurück auf den Heimweg. Langsam begann es schon zu dämmern und Luca stellte mir ein kleines Gerät vor. Eine Wärmebildkamera Jagd. Dadurch sieht man bei Nacht auf einem Display, überall wo Tiere sind. Ein echt cooles Gerät.

m/s
Von 0 auf 700 Meter pro Sekunde beschleunigt das Projektil in kürzester Zeit

Wir redeten an dem Abend noch sehr viel miteinander, bis wir dann einschliefen. Das Katzenschießen ist echt ein heikles Thema und macht niemand Spaß. Ich habe im Internet noch einen passenden Artikel gefunden, der die ganze Situation treffend beschreibt.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns und zum Abschluss hatte mir Luca noch ein Geschenk. Da er weiß, dass ich seit klein auf ein Freund von Gadgets bin, hat er mir eine kleine Wärmebildkamera mit gegeben. Wenn dich Gadgets interssieren, dann schau doch einfach mal bei dem Beitrag "3 coole Zocker Gadgets" vorbei. Für die optimale thermische Überwachung an meinem Computer würde das bestimmt sinnvoll sein. Mir fällt gerade ein, dass die Kamera schon einige Zeit in Wilderswil liegt und ich diese eigentlich mal nach Bern holen könnte. Dann kann ich auch einmal anschauen, wie warm mein Computer wirklich ist.

Übrigens, mein Infrarot Heizkörper ist mittlerweile angebracht und vollbringt zuverlässig seine Dienste. Dann könnte ich mal mein gesamtes Zimmer anschauen und die Temperaturverteilung prüfen.

Der Beschuss von Katzen ist nicht ganz einfach und wird deshalb oft nicht kommuniziert. Was sagst du dazu, wenn es zu viele Tiere gibt, dann muss man eben mal durch die Gegend ballern? So sehe ich die ganze Sache und damit gehe ich für heute auf meinem Blog offline und verbringe noch die ein oder andere Stunde mit ein paar neuen Games.

Robert

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