100 % im echten Leben

Hey du Ganove,

alles klar bei dir? Du hast bestimmt wie jeder von uns Grand Theft Auto gezockt. Ein echter Klassiker, den jeder Gamer gespielt haben muss. Dann weist du bestimmt auch, wie schwierig es ist, gesamt 100 % in dem Spiel zu erreichen. Dazu muss man schon echt brutal viel Spielen und auch ein gutes Durchhaltevermögen haben. Denn die 100 % sind nur zu erreichen, wenn man echt jede Kleinigkeit beachtet und erledigt. So ist das auch in vielen anderen Spielen.

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Und genau so tickt meine Mutter im echten Leben. 99 % reichen nicht aus, alles muss immer perfekt sein. Ist es überhaupt sinnvoll immer alles perfekt zu machen? Ich sage klar nein, denn diesen Perfektionismus, den meine Mutter bringt, nervt einen echt. Als Jugendlicher musste ich immer alles akkurat machen und kein Bisschen durfte falsch sein. Das hat mir den Spaß an so vielen Dingen verdorben.

Ich erzähle dir jetzt eine Geschichte, die den Wahn nach Perfektionismus meiner Mutter gut zeigt. Vor ein paar Jahren erwarteten wir Besuch von Bekannten aus Österreich. Im Haus sollte natürlich alles picobello aussehen und kein bisschen Dreck zu finden sein. Selbst in meinem Zimmer musste ich jedes mal, wenn Besuch kam aufräumen. Den Sinn dahinter verstehe ich bis heute nicht. Denn der Besuch hält sich ja schließlich nicht in meinem Zimmer auf oder wirft geschweige denn überhaupt einen Blick rein.

Naja, das sollte ja egal sein, ein aufgeräumtes Zimmer kann ja nie schaden. Es war Frühlingszeit und meine Mutter meinte voller Ernst, dass der Garten noch gerichtet werden muss, bevor die Bekanntschaft eintrifft. Um ein sauberes Bild zu präsentieren, richteten wir also auch noch den Garten und ich musste einen ganzen Tag lang mit einem Vertikutierer Benzin arbeiten. Am Abend klingelten mir die Ohren von den ganzen Anstrengungen. Im Endeffekt als der Besuch da war, haben sie weder einen Blick in mein Zimmer noch in den Garten geworfen. Ein Paradebeispiel also, dass Perfektionismus auch dumm sein kann.

Ich habe daher über die Zeit meine eigene Meinung über Perfektionismus gebaut, mit welcher ich persönlich sehr gut klar komme. Meiner Meinung nach gibt es nichts Perfektes. Perfektion ist quasi unerreichbar. Der störende Punkt aber ist, dass man als Perfektionist immer alles in richtig oder falsch, sehr gut oder schlecht einteilt. Das hat mir so oft den letzten Nerv geraubt und so viel Zeit benötigt, bis meine Mutter immer mit etwas zufrieden war. Perfektion weckt Aggression. Denn eigentlich werden wir doch für die kleinen Schwächen geliebt, die wir haben.

Ich habe neulich etwas passendes dazu gelesen...
In einer Studie habe ich gelesen, dass man in Neuseeland zum Beispiel das Leben mit einer anderen Einstellung angeht. Dort reichen zum Beispiel 90 Prozent, es muss nicht perfekt sein. Das Ergebnis spricht für sich. Die Leute sind deutlich ruhiger, zufriedener und ausgeglichener.

Es gibt einen ganz klaren Unterschied zwischen Perfektionismus und Vollkommenheit. Jeder Mensch ist vollkommen aber nicht perfekt. Und das finde ich auch gut so. Denn nichts ist perfekt. Die Perfektion ist immer nur nahezu zu erreichen aber nie ganz. Deshalb finde ich es wichtig, sich nicht einen zu hohen Standard für die Dinge zu setzen. Ansonsten vergisst man schnell, dass auch etwas unperfektes perfekt sein kann.

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Wann sagst du stopp? Was ist für dich Perfektionismus?

Abschließend möchte ich sagen, dass es auch Bereiche im Leben gibt, in denen Perfektionismus nicht schadet. In meinem Studium schadet es zum Beispiel nicht, wenn ich alles möglichst perfekt abliefern möchte. In anderen Bereichen kann Perfektionismus echt ätzend sein. Denn so wie meine Mutter denkt, möchte ich auf keinen Fall denken. Jede kleinste, selbst unsichtbare Ecke muss sauber sein, nie steht ein Abwasch länger als 15 Minuten, und noch viele weitere Dinge könnte ich dir jetzt aufzählen. Ich bin also definitiv nicht der Gamer, der ein Spiel zockt, bis er 100 % erreicht.

Wie sieht es bei dir aus? Was hältst du von 100 % Menschen?

Robert

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